Mittwoch, 6. September 2017

Tag der Wolle

Das wäre doch ein schöner offizieller Feiertag! So war es aber am 1. September ein interner Tag der Wolle, ein Bloggertreffen in Freiburg, organisiert vom OZ-Verlag.




Als die Einladung in meinem Email-Postfach flatterte, hatte ich schon großes Interesse, aber in Freiburg? Quasi am anderen Ende von Deutschland? Ich habe dann tatsächlich erst mal abgesagt, da Zeit- und Kostenaufwand für ein paar Stunden Event in Freiburg mir zu hoch waren. Am 2. September musste ich zudem abends noch auf eine Feier und daher pünktlich zuhause sein.
Als sich dann aber herausstellte, dass ich für meine Unterkunft nicht selber sorgen musste, habe ich alles noch mal durchgerechnet und mir überlegt: Warum eigentlich nicht, mach doch einfach mal.




Ich muss dazu sagen, ich bin nicht so eine Kontaktfreudige. Ich bin nicht unbedingt schüchtern, aber mit Fremden einfach so drauf los plappern fällt mir auch nicht so leicht. Zu einem Event zu fahren, wo ich niemanden kenne (außer meinen Kontakt vom OZ-Verlag), hat mich schon sehr aufgeregt gemacht.
Nach 8 Stunden Zugfahrt habe ich Freiburg dann schließlich erreicht und die ersten Gleichgesinnten im Hotel getroffen, von wo aus wir als erstes eine kleine, sehr interessante Stadtführung durch die Altstadt Freiburgs gemacht haben.
Danach ging es zum Ballhaus, wo der Tag der Wolle letztendlich stattfand. Es gab Erfrischungen, schöne Ansprachen und sehr nette Gespräche.




Verschiedene Hersteller stellten ihr neue Wolle vor, eine ganze Ecke war der Biowolle gewidmet und es gab für jeden eine Tasche voll mit Goodies. Darunter waren Häkel und Stricknadeln, Etiketten zum Annähen, ein Blumenbastelset, eine tolle Tasse und noch viel mehr. Später auf den Fotos werde ich es noch zeigen.

Man konnte sich tatsächlich nach Lust und Laune Wolle aussuchen und testen, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Also schon, dass man sich was mitnehmen konnte, aber nicht soviel man wollte.

Hier ein kleiner Teil meiner Ausbeute




Es wurde, nachdem die hübsch arrangierten Körbe und Kisten geplündert wurden, geredet, gestrickt und gehäkelt, zwischendurch was gegessen und weitergestrickt.




Schon nach kurzer Zeit sah es so aus. Die Biowolle war besonders begehrt und als erstes weg.




Es ging dort übrigens sehr gerecht zu. Anfangs hat man nämlich noch sehr schüchtern zugegriffen, damit auch jeder die Chance hatte, seine Wunsch-Knäuel zu bekommen und ist später halt immer noch mal wieder hingegangen, hat geschaut was noch übrig ist und hat weitere Favoriten gefunden.

Ein einsames Knäuel ... zum Schluß war aber glaube ich tatsächlich nichts mehr übrig.



Ich habe versucht, mich zusammen zu reissen und nur wirklich das zu nehmen, was ich sonst auch verstricken würde ... gar nicht so einfach.

Alles ist fast geplündert.



Diese Dinge durften dann mit mir wieder nach Hause fahren:




Besonders niedlich fand ich die kleine Sockenrundstricknadel, die es als Goodie gab. Da musste ich mir natürlich auch noch Sockenwolle mit einpacken. Ich bin gespannt, wie es damit funktioniert.




Am Besten hat mir die Wolle von AR Königstein gefallen. Dazu gab es ein kleines Gläschen, in dem man die kleinen Knäuel legen kann, damit es kein Wollwirrwarr gibt.




Diese Wolle habe ich gleich vor Ort probiert und ein Wellentuch angestrickt. Einfach nur abwechselnd 8 Reihen glatt links und 8 Reihen glatt rechts. Der Farbverlauf ist recht wild, so dass ich es lieber schlicht halten wollte. Weiterstricken werde ich das Tuch aber erst später, noch stehen bei mir andere Dinge auf dem Programm.




Es gab auch noch jede Menge Zeitschriften und Bücher.
Und da sag noch mal einer, dafür lohnen sich keine insgesamt 17 Stunden Zugfahrt ;) Das war schon sehr anstrengend, da ich, anstatt gemütlich bis Freiburg durchzufahren und am nächsten Tag einfach zurück, wegen des versunkenen Bohrers in Rastatt auf zig andere Züge mit Busverkehr usw. ausweichen musste. Es war einfach nur voll und hetzig in den Büssen und Zügen. Die Schaffner taten mir allerdings leid. Diese brauchen in dieser Zeit ein dickes Fell, weil viele Zuggäste ihren Unmut an ihnen auslassen. Ich habe es überstanden, zwar völlig übermüdet, aber am Sonntag konnte ich dann ja den ganzen Tag schlafen ;).




Es war ein toller Tag und ein toller Abend! Viele Bloggerinnen kannten sich schon von früheren Treffen oder wahrscheinlich überhaupt. Für mich war es das erste Mal, dass ich überhaupt andere Bloggerinnen persönlich kennengelernt habe. Ich habe sehr nette Leute getroffen und nette Gespräche geführt, es war schön!

Wer noch dabei war, könnt ihr hier sehen.

Liebe Grüße
Sandra




Mittwoch, 30. August 2017

Schlaf gut und träum süß

So heißt das erste Buch, an dem ich für den OZ-Verlag mitwirken durfte und ich bin sehr stolz, es euch heute hier zu zeigen!!!
Schlaf gut und träum süß ist seit dem 1. August erhältlich.




Ich hatte schon mal angedeutet, dass ich seit Anfang das Jahres mit einigen Projekten beschäftigt bin/war, die ich noch nicht zeigen konnte und die ich jetzt nach und nach vorstellen kann.
Das erste Projekt sind die Schlafbegleiter für Babys für dieses Buch.
Ich habe dazu Folgende beigesteuert:

Ballongirlande mit Wolken





Hase + Esel Kuscheltiere





Esel-Schnüffeltücher





Schnullerclips: Schaf, Schnecke und Elefant





Es hat total viel Spaß gemacht, diese Schlafbegleiter zu entwerfen und herzustellen und ich finde die Umsetzung des Buches sehr gelungen. Die Fotos sind wunderschön geworden!

In dem Buch sind aber noch viel mehr schöne Accessoires und Kuscheltiere zu entdecken.
Hier sind die Projekte der anderen Autorinnen, die mir persönlich besonders gut gefallen.






Ich durfte noch bei anderen Buch-Projekten und Zeitschriften mitmachen, dazu schreibe ich aber mehr, wenn sie erscheinen.

Liebe Grüße
Sandra



Dienstag, 15. August 2017

Mäuschen mit Pilz

Mein erstes Filzexperiment :)




Der Pilz war als erster dran, denn ich wollte mit etwas Einfachem beginnen. Nachdem der Pilz gut gelungen ist, wollte ich mich an einem Tierchen versuchen und hab mal im Netz geschaut, was es da so an Inspiration gibt.




Und ich wurde erschlagen mit unglaublichen Kunstwerken. Viele Tiere waren unglaublich real nachempfunden. Es war einfach nur faszinierend.




Mein erstes Tierchen ist eine kleine Maus.




Ich habe einfach mal drauf los gefilzt ... natürlich inspiriert von vielen Mäusen, die es im Internet zu bewundern gab. Ich habe keine speziell nachgemacht, einfach nur die Formen, die mir im Gedächtnis geblieben sind.




Es hat total viel Spaß gemacht, alles auszuformen und die Maus entstehen zu lassen.




Ist sie nicht niedlich geworden?


Liebe Grüße
Sandra


Donnerstag, 10. August 2017

Bunter Kuschelpulli

Er ist fertig und leuchtet nur so vor Farbe.




Ich habe hier einfach drauf los gestrickt und bin doch selber positiv überrascht. Er ist zwar bunt, aber noch nicht so, dass es in den Augen wehtut ;). Das Bündchen ist im Perlmuster gestrickt. Der Schnitt ist einfach gerade hoch mit überschnittenen Ärmeln und hinten ist er eine Bündchenbreite länger als vorne. Als ich die Einzelteile zusammengenäht hatte, fiel mir auf, dass es noch schöner gewesen wäre, wäre das Bündchen hinten doppelt so breit, dann hätte es an der oberen Kante einen gleichmäßigen Abschluss gegeben. So ist das Bündchen vorne versetzt.




Damit es stimmig aussieht, habe ich jeweils eine vertikale Hälfte pro Strang gestrickt. Ein Strang diente nur für das Bündchen und die Nähte. Dessen Hauptfarbe in Orange war mir sonst zu dominant.




Um noch ein bisschen Ruhe in den Pulli zu bringen, habe ich die Ärmel einfarbig gestrickt ...
oder um ehrlich zu sein: mir ist die Wolle ausgegangen und ich habe nichts passendes mehr gefunden ;). Aber frau ist ja kreativ und mit grünen Ärmeln gefällt er mir richtig gut. Wäre sonst vielleicht wirklich ein wenig wild geworden.
Und als ich die grüne Wolle nachkaufte, bin ich prompt in die Einkaufsfalle getappt, weil ich so vielen anderen Farben nicht widerstehen konnte. Letztendlich habe so anstatt nur 2 Stränge, bei gleich 2 Online-Shops eine unvernünftige Menge an verschiedenen Farben gekauft. Ach ja, wie das halt so ist :))).




Die Nähte sind gehäkelt und stehen nach außen. Gehäkelt ist auch der Kragen.




Die schräge Kante entstand alleine durch die Abnahmen beim Stricken. Mir gefällt sowas sehr gut. Dann habe ich zwei Runden feste Maschen gehäkelt, davon eine Runde nur ins hintere Maschenglied. Zum Schluß habe ich die Kante noch mal mit Krebsmaschen im hinteren Maschenglied verziert. Das gibt einen schönen Halt und eine optisch sehr schöne Kante.




Der Pulli ist so schön kuschelig ... es kann gerne jetzt kalt werden :).



Liebe Grüße
Sandra

Montag, 7. August 2017

Kleine Portemonnaies



Die letzten Tage verbrachte ich auf dem wunderschönen Festival A Summer's Tale bei Hamburg. Natürlich habe ich überlegt, ob ich mir sowas noch mal antuen möchte. Früher war ich auf vielen Festivals und unzähligen Konzerten unterwegs. Heute fühle ich mich für alles, was länger als einen Tag dauert eigentlich zu alt, da ich am liebsten in meinem Bett schlafe und überhaupt in einem Bett ;). Erst recht bin ich so gar keine Partymaus und Saufgelagen kann ich erst recht nichts abgewinnen. Meine Toleranz gegenüber anderen Menschen in dieser Hinsicht schwindet da auch sehr, bzw. ist eigentlich gar nicht mehr vorhanden. Auch mag ich Menschenmengen nicht und bin am liebsten da, wo keiner oder kaum jemand ist. 
Mit dieser Einstellung wird die Auswahl natürlich sehr klein, wenn man trotzdem mal auf das Grundsätzliche eines Festivals, nämlich gute Musik und viel frische Luft, Lust hat. Aber als ich im Frühjahr durch Zufall auf dieses tolle Festival stieß, ist die Entscheidung ganz schnell gefallen. Hier gab es nicht nur gute Musik, sondern Vorträge, Lesungen, tolles gesundes regionales Essen, leckeren Wein und viele Workshops.
Besonders toll fand ich, dass es so friedlich und angenehm war, sehr familienfreundlich, Kinder jeden Alters durften mit, dadurch ist das Benehmen der Leute ganz anders. Ich fand sehr beeindruckend, wie wirklich respektvoll alle Leute mit der Natur umgegangen sind, nirgendwo lag auch nur ein Fitzelchen Müll herum. Es war einfach nur schön!




Was hat das nun alles mit Portemonnaies zu tun? Nun, mein normales Portemonnaie ist sehr groß, weil da jede Karte und jeder Ausweis und natürlich auch Geld drin ist. Das wollte ich zum Festival nicht alles mitschleppen und so habe ich lange im Netz nach einer kleinen Anleitung zu einem nicht zu kleinen Portemonnaie gesucht.
Fündig wurde ich bei Ronja von Just Sewn, mitsamt einem tollen Tutorial!

Ich wollte eigentlich nur eines aus Stoff, habe aber schnell gemerkt, dass das eine ganz schön wabbelige Sache ist, wenn der Stoff trotz Vlies zu dünn ist. Auch die Enden des Reißverschlusses drücken sich ziemlich durch, so dass ich dem Portemonnaie keine lange Lebensdauer gebe. Also nächstes Mal muss ich den Stoff noch dicker wählen oder noch dicker verstärken oder ich nehme, wie bei Versuch 2 gleich Kunstleder. Das hat die richtige Festigkeit und liegt super in der Hand.




Es gibt ein Kleingeldfach, Kartenfächer und noch ein verstecktes Fach unter der Kleingeldtasche, das ich für Scheine benutzt habe.
Das ist sicherlich nicht die letzte Geldbörse, die ich genäht habe, denn ich will noch die Größe etwas für meine Bedürfnisse optimieren und ich brauche noch dringend eines mit Blümchen :)




Ich kann euch das Tutorial nur empfehlen, es ist super erklärt, wirklich schön einfach und ich habe eine neue Methode gelernt, den Reißverschluss anzunähen, so dass die Kleingeldtasche im Stoffbruch gearbeitet werden kann.




Und zum Abschluss möchte ich noch mein allererstes Filzprojekt zeigen, das ich in einem Workshop auf dem Festival gemacht habe: ein grünes Herz.




Nadelfilzen macht richtig Spaß, auch wenn man im Grunde nichts anderes macht, als mit der Nadel in die Wolle zu pieksen. Zu sehen, wie sich das Herz formte und festigte hat soviel Spaß gemacht, dass ich mir gestern erst mal Nadeln und Wolle und ein Buch bestellt habe. Es gibt soviele schöne Kleinigkeiten zu filzen, ich freue mich drauf.

Liebe Grüße
Sandra

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